„Die Freiwilligenarbeit ist ein gesellschaftlicher Beitrag an Mitmenschen und Umwelt. Sie ergänzt und unterstützt die bezahlte Arbeit, tritt zu ihr aber nicht in Konkurrenz.“  Dies ist die Definition von Benevol, der Interessengemeinschaft der Fach- und Vermittlungsstellen, die seit 2002 als Verein organisiert ist.

Gerade in der heutigen, hektischen Zeit, die geprägt ist von Gewinnstreben und Profitdenken, tut es gut, wenn sich Menschen die Zeit nehmen, anderen in irgendeiner Form zu helfen.

Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement bietet Möglichkeiten für persönliche Entfaltung und Weiterbildung sowie für Kontakte und Einblicke in andere Tätigkeiten. 

In diesem Zusammenhang wurden sämtliche Helferinnen und Helfer zu einem Themennachmittag eingeladen. Da recht viele Anmeldungen eintrafen, haben wir zwei Nachmittage à je ca. 35 Teilnehmerinnen veranstaltet. Informiert wurde über die Rolle und den Rahmen der freiwilligen Helferinnen, unter dem Titel „Rund um die Bewegung der Bewohnerinnen“ konnten sie an sich selber ihren Bewegungssinn entdecken, es wurde über die verschiedenen Demenzformen aufgeklärt und die dazu passende Kommunikation. Das erworbene Wissen konnte anschliessend ausgetauscht werden. Der Erfolg und die Nachfrage haben uns bewogen, solche Themennachmittage sporadisch zu wiederholen.

Dank den freiwilligen Helfern, können wir im Heim viel Zusätzliches bieten, das sonst nicht angeboten werden könnte.

In der Cafeteria verkürzen 84 Frauen aus den Gemeinden Lotzwil, Bleienbach, Rütschelen, Ursenbach, Oeschenbach, Obersteckholz und Madiswil (mit Leimiswil und Kleindietwil), neben dem manchmal nicht einfachen führen des Servicebetriebes, den Bewohnerinnen und Bewohnern den Heimalltag. Sie bringen ihnen Nachrichten aus den Gemeinden und unterstützen die Pflegenden, indem sie sich Zeit für die einzelnen Bewohner und Bewohnerinnen nehmen.

Am Donnerstagmorgen freuen sich viele Bewohnerinnen auf das Handarbeiten. Die drei Helferinnen organisieren diesen Morgen selbständig und viele Bewohnerinnen geniessen die gemeinsame Zeit beim Stricken und Weben, einem Getränk und gemütlichem Beisammensein. 

Beliebt sind auch die Vorlese-Stunden. Alle 14 Tage übernimmt je eine freiwillige Helferin im Altersheim und im Zelgli diese Aufgabe. Mit Andacht, bisweilen auch kritisch, wird den Geschichten zugehört. Besonders geschätzt werden die Vorlese-Nachmittage von Pfarrer Gerber, der in den Wintermonaten zusätzlich zweimal im Monat vorliest.

Seit mehreren Jahren sind bei uns Therapiehundeteams regelmässig im Einsatz. Im Moment ist es 1 Team auf der Pflegewohngruppe Lotzwil. Diese Besuche werden sowohl von den Bewohnern wie auch vom Personal sehr geschätzt. In all den Jahren haben wir nur gute Erfahrungen mit unseren 'Vierbeiner-Therapeuten' und ihren Begleiterinnen gemacht. Wir können immer wieder beobachten und staunen, was Therapiehunde bereits auf dem Weg zu den Abteilungen alles zu bewegen vermögen. Sie sind wahre Meister im Kontakte schaffen und wir möchten diese bereichernden Begegnungen in unserer Institution auf keinen Fall missen. 

Sechs Mitglieder des Frauenvereins Lotzwil „entführen“ während den Sommermonaten einmal im Monat etwa 6 Bewohnerinnen und Bewohnern im Rollstuhl für einen Spaziergang. Beim Plaudern erfahren die Bewohner natürlich viel Neues. Abgeschlossen werden diese Runden jedes Mal mit Kaffee und Kuchen.

Nicht vergessen wollen wir diejenigen Helfer und Helferinnen – es sind deren 5 – die sich im Altersheim wie im Zelgli die Zeit nehmen, um mit den Bewohnern einen Nachmittag mit Spielen zu verbringen oder einfach ein Schwätzchen zu halten und einen Spaziergang zu zweit zu machen.

Dankbar sind wir auch für diejenigen, die beim monatlichen Lotto oder bei der Aktivierung mithelfen. Ohne Hilfe könnten wir diese beliebten Anlässe nicht mehr anbieten!

All diesen Menschen danken wir an dieser Stelle recht herzlich! Wir sind jeden Tag froh, dass wir gemeinsam die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner dank Ihnen allen erhalten wenn nicht sogar steigern können. Wir freuen uns bereits heute wieder auf das Cafeteria Fest, wo an wunderschön gedeckten Tischen bei einem Festschmaus sämtlichen freiwilligen Helferinnen und Helfern ebenfalls gedankt werden kann.

„Last but not least“ soll an dieser Stelle Herbert Hug „ein Kränzchen gewindet“ werden. Das ganze Jahr fährt er die Bewohnerinnen und Bewohner unentgeltlich zu Arzt- oder Spitalterminen. Vor Ort sorgt er dafür, dass sie an die richtige Stelle gelangen und dort auch gut behandelt werden. Er macht selbständig Termine ab und hält diese auch ein. Seine Arbeit und sein Einsatz entlasten die Pflegenden wie auch Angehörigen sehr. Sein Fehlen während den Ferien ist immer spürbar und wir hoffen, ihn noch lange im Team zu haben!

Erika Zürcher, Zuständig für die freiwilligen Helferinnen

 

Impressionen